Grooveboxen

Was ist eine Groovebox?

korg electribe groovebox

Einfach gesagt: Eine Groovebox ist ursprünglich als All-in-One Gerät gedacht. Eine kleine Box, mit integriertem Sequenzer und Klängen, die schnell und relativ einfach zu bedienen war und Spaß macht. Das Konzept wurde vom Hersteller Roland erstmal 1996 auf den Markt geworfen mit der ersten Groovebox: Die Roland MC303.

Das Konzept ging auf und fand schnell regen Anklang. Alle Hersteller brachten in den folgenden Jahren Ihre mehr oder weniger erfolgreichen Ideen einer Groovebox auf den Markt und eine regelrechte Welle überschwemmte den Markt. Egal ob von EMU, Yamaha, Roland oder Korg. Jedes Gerät hatte seine Vor- und Nachteile, aber alle hatten etwas gemeinsam: Sie haben schnellen und klanglich anständigen Musikspaß gebracht.

Der Boom in den 2000ern

Angekurbelt vom Erfolg, den Korg mit seiner MC-Serie hingelegt hat, stellte jeder Hersteller, der Rang und Namen hatte nun Grooveboxen her - und jeder versuchte mit neuen Ideen und Features die Konkurrenz auszustechen.

So wurden die Boxen mit zahlreichen Innovationen und Erweiterungen übersäht wie z.B.

  • Sampler-Funktionalität
  • Anschlagsdynamische Pads im MPC Style
  • Stark erweiterte Effektsektionen
  • Möglichkeiten zur Erweiterung der internen Klangerzeugung mit Rom-Sound-Chips
  • Scratch-Emulationen
  • Steigerung der Polyphonie bis auf 128 Stimmen
  • ausgefuchste Sequencer und Bedienkonzepte

und viele weitere Punkte fanden Einzug in die verschiedenen Boxen. Jeder Hersteller hatte oft ein "besonderes" Feature, dass in einer anderen Groovebox nicht zu finden war und so musste man sich auf ein Modell einstellen und mit seinen Vor- und Nachteilen zurecht kommen.

Die bekannte E-Mu Command Station zum Beispiel lässt einen Sampler dringlichst vermissen, kann aber mit 128 Stimmen und ausgeklügelten Synthese-Funktionalitäten und vielen Erweitungsplätzen punkten.

roland mc 909Eine Roland MC-909 hatte ein großes Display, einen Sampler und einen guten Sequencer - Leider lies sich nur eine Erweiterungskarte für neue Sounds einstecken.

 

Der Yamaha RS-7000 hatte einen Sampler und gute Werkssounds, dafür keine anschlagsdynamischen Pads oder Erweiterungsslots.

Dies waren aber alles bekannte Mängel und wenn überhaupt jammern auf hohem Niveau. Groovende Musik konnte man aus all diesen Kisten entlocken und so waren am Ende nicht die oben genannten Mängel das Aus für die "klassischen" Grooveboxen, sondern einfach die zeitlich datieren Sounds, mangelnde Effekt- und Rechenpower. Die Möglichkeiten am Computer waren einfach besser, schneller, einfacher und kostengünstiger geworden

Die Groovebox im Jahre 2018

Nach der Jahrtausendwende und mit steigender Potentz der CPUs wurde die Hardware in den großen wie auch kleinen Studios zunehmend durch Software ersetzt. Oder meist eine Kombination aus Hardware, die in die Software nahtlos integriert werden soll.

Daher ist auch die Nachfrage nach Grooveboxen als reine Hardwarelösung zurückgegangen und die Hersteller haben sich entweder zurück gezogen oder Hybride auf den Markt gebracht, die Hardware und Software miteinander verschmolzen haben. Die Power hat der Computer übernommen, aber das Feeling einer Hardware wurde trotzdem durch den Einsatz eines dezidierten, perfekt abgestimmten Midi Controllers gewährleistet. Bestes Beispiel: Die Native Instruments Maschine.

Dieses Gerät hat beide Seiten erfolgreich in ein rundes Paket vereint und ist auch im Jahre 2018 noch erfolgreich.

Es gibt aber auch einen Hersteller, der immer noch "echte" Standalone Grooveboxes anbietet: Korg mit seiner electribe Serie.

Diese Boxen werden nahezu seit 2 Jahrzenten gleich gebaut und nur im Detail verbessert und bieten auch heute noch das echte Feeling einer Groovebox an. Doch auch unter der Haube wurde hier der Komfort im Jahre der Zeit ins neue Jahrzent gehoben. SD-Karten haben Einzug gehalten und statt mehrere Ausgänge analog aufzuzeichnen, wird nun direkt im Gerät nach Ableton exportiert.

Welche Groovebox ist die richtige für mich?

korg electribe 2Das kommt auf den Einsatz und die Vorlieben an. Wer eine Groovebox mit eigenen Sounds für schnellen Sequencing Spaß sucht, sollte zur Korg electribe Serie greifen.

Diese sind seit jeher in 2 verschiedenen Versionen erhältlich. Die "normale" Version ist als Synthesizer ausgelegt und begnügt sich mit der Bezeichnung "electribe 2. Ein kurzes "S" hinter den Namen steht wiederrum für die Sampler-Variante. Im Kern die selbe Maschine, doch es lassen sich beliebig Samples in das Gerät laden.

akai mpc xJeder der professionell auch Standalone produzieren möchte, dem sei seit jeher die Akai MPC Serie ans Herz geraten.

Nach kurzen Ausflügen in die Controller Welt, ist die neueste Generation der Midi Production Center wieder Standalone und funktioniert ohne Computer.

Der Touchscreen bei den MPCs sorgt für einen anderen Workflow, als bei den Mitbewerbern. Es hat schon was, die Wellenformen direkt mit dem Finger bearbeiten zu können, anstatt auf Potis sich alles zurecht drehen zu müssen.

ni maschine mk3Falls man kein Problem damit hat, nicht Standalone zu arbeiten, ist entweder bei der Maschine von Native Instruments gut aufgehoben oder bei Ableton Push.

Beides sind komplexe Controller, die in ihrer DAW Umgebung hervorragend funktionieren und es ermöglichen, Musik auf professionellen Niveau zu produzieren.

teenage engineering op-1Ein etwas besonderes Gerät ist OP-1 von Teenage Engineering. Diese kleine Mini-Kiste ist eine vollwertige Workstation im wirklich kleinen Hosentaschenformat mit mehreren integrierten Syntheseformen und einem Sampler. Dieses Gerät ist ideal für mobile Skizzen oder sogar komplette Vorproduktionen. Leider kommt der Hersteller mit der Produktion kaum hinterher. Auf jedenfall eine extrem interessante und intuitive Maschine.

Mit jeder dieser Lösungen lassen sich komplette Beats und Songs auf professionellem Niveau erstellen. Es kommt immer nur darauf an, welcher kreative Kopf vor dem Gerät sitzt. Vielleicht Du?



Was ist eine Groovebox? Einfach gesagt: Eine Groovebox ist ursprünglich als All-in-One Gerät gedacht. Eine kleine Box, mit integriertem Sequenzer und Klängen, die schnell und relativ... mehr erfahren »
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Was ist eine Groovebox?

korg electribe groovebox

Einfach gesagt: Eine Groovebox ist ursprünglich als All-in-One Gerät gedacht. Eine kleine Box, mit integriertem Sequenzer und Klängen, die schnell und relativ einfach zu bedienen war und Spaß macht. Das Konzept wurde vom Hersteller Roland erstmal 1996 auf den Markt geworfen mit der ersten Groovebox: Die Roland MC303.

Das Konzept ging auf und fand schnell regen Anklang. Alle Hersteller brachten in den folgenden Jahren Ihre mehr oder weniger erfolgreichen Ideen einer Groovebox auf den Markt und eine regelrechte Welle überschwemmte den Markt. Egal ob von EMU, Yamaha, Roland oder Korg. Jedes Gerät hatte seine Vor- und Nachteile, aber alle hatten etwas gemeinsam: Sie haben schnellen und klanglich anständigen Musikspaß gebracht.

Der Boom in den 2000ern

Angekurbelt vom Erfolg, den Korg mit seiner MC-Serie hingelegt hat, stellte jeder Hersteller, der Rang und Namen hatte nun Grooveboxen her - und jeder versuchte mit neuen Ideen und Features die Konkurrenz auszustechen.

So wurden die Boxen mit zahlreichen Innovationen und Erweiterungen übersäht wie z.B.

  • Sampler-Funktionalität
  • Anschlagsdynamische Pads im MPC Style
  • Stark erweiterte Effektsektionen
  • Möglichkeiten zur Erweiterung der internen Klangerzeugung mit Rom-Sound-Chips
  • Scratch-Emulationen
  • Steigerung der Polyphonie bis auf 128 Stimmen
  • ausgefuchste Sequencer und Bedienkonzepte

und viele weitere Punkte fanden Einzug in die verschiedenen Boxen. Jeder Hersteller hatte oft ein "besonderes" Feature, dass in einer anderen Groovebox nicht zu finden war und so musste man sich auf ein Modell einstellen und mit seinen Vor- und Nachteilen zurecht kommen.

Die bekannte E-Mu Command Station zum Beispiel lässt einen Sampler dringlichst vermissen, kann aber mit 128 Stimmen und ausgeklügelten Synthese-Funktionalitäten und vielen Erweitungsplätzen punkten.

roland mc 909Eine Roland MC-909 hatte ein großes Display, einen Sampler und einen guten Sequencer - Leider lies sich nur eine Erweiterungskarte für neue Sounds einstecken.

 

Der Yamaha RS-7000 hatte einen Sampler und gute Werkssounds, dafür keine anschlagsdynamischen Pads oder Erweiterungsslots.

Dies waren aber alles bekannte Mängel und wenn überhaupt jammern auf hohem Niveau. Groovende Musik konnte man aus all diesen Kisten entlocken und so waren am Ende nicht die oben genannten Mängel das Aus für die "klassischen" Grooveboxen, sondern einfach die zeitlich datieren Sounds, mangelnde Effekt- und Rechenpower. Die Möglichkeiten am Computer waren einfach besser, schneller, einfacher und kostengünstiger geworden

Die Groovebox im Jahre 2018

Nach der Jahrtausendwende und mit steigender Potentz der CPUs wurde die Hardware in den großen wie auch kleinen Studios zunehmend durch Software ersetzt. Oder meist eine Kombination aus Hardware, die in die Software nahtlos integriert werden soll.

Daher ist auch die Nachfrage nach Grooveboxen als reine Hardwarelösung zurückgegangen und die Hersteller haben sich entweder zurück gezogen oder Hybride auf den Markt gebracht, die Hardware und Software miteinander verschmolzen haben. Die Power hat der Computer übernommen, aber das Feeling einer Hardware wurde trotzdem durch den Einsatz eines dezidierten, perfekt abgestimmten Midi Controllers gewährleistet. Bestes Beispiel: Die Native Instruments Maschine.

Dieses Gerät hat beide Seiten erfolgreich in ein rundes Paket vereint und ist auch im Jahre 2018 noch erfolgreich.

Es gibt aber auch einen Hersteller, der immer noch "echte" Standalone Grooveboxes anbietet: Korg mit seiner electribe Serie.

Diese Boxen werden nahezu seit 2 Jahrzenten gleich gebaut und nur im Detail verbessert und bieten auch heute noch das echte Feeling einer Groovebox an. Doch auch unter der Haube wurde hier der Komfort im Jahre der Zeit ins neue Jahrzent gehoben. SD-Karten haben Einzug gehalten und statt mehrere Ausgänge analog aufzuzeichnen, wird nun direkt im Gerät nach Ableton exportiert.

Welche Groovebox ist die richtige für mich?

korg electribe 2Das kommt auf den Einsatz und die Vorlieben an. Wer eine Groovebox mit eigenen Sounds für schnellen Sequencing Spaß sucht, sollte zur Korg electribe Serie greifen.

Diese sind seit jeher in 2 verschiedenen Versionen erhältlich. Die "normale" Version ist als Synthesizer ausgelegt und begnügt sich mit der Bezeichnung "electribe 2. Ein kurzes "S" hinter den Namen steht wiederrum für die Sampler-Variante. Im Kern die selbe Maschine, doch es lassen sich beliebig Samples in das Gerät laden.

akai mpc xJeder der professionell auch Standalone produzieren möchte, dem sei seit jeher die Akai MPC Serie ans Herz geraten.

Nach kurzen Ausflügen in die Controller Welt, ist die neueste Generation der Midi Production Center wieder Standalone und funktioniert ohne Computer.

Der Touchscreen bei den MPCs sorgt für einen anderen Workflow, als bei den Mitbewerbern. Es hat schon was, die Wellenformen direkt mit dem Finger bearbeiten zu können, anstatt auf Potis sich alles zurecht drehen zu müssen.

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